Bunte Eier und süsse Lämmer

Ostern, das heilige Kirchenfest steht vor der Tür und die Eierindustrie boomt...
Was auch boomt in dieser Zeit, ist das Leid der Legehennen und der Tod von Milliarden geschredderter männlicher Küken. Ebenfalls boomt das Abschlachten von Babylämmern, die gerade mal 22 Tage alt sind!

Dem treuen Kirchengänger und Gottgläubigen - oder einfach dem Osterpartyfreund - ist das egal, denn es ist ja Ostern und Tradition! Das macht man so! Alle machen das so! Und die Kinder - ja die lieben Kinder, suchen doch so gerne Osternestchen, blasen mit vergnügen die Eier aus, die man dann so schön bunt bemalen kann!
Würden wir unseren Kindern mal erzählen, was sie da gerade ausblasen und welch enorme Qual sich hinter der dekorativen Fassade abspielt, kein Kind hätte mehr Freude an dieser Tradition.

Immerhin bemüht man sich am Karfreitag auf Fleisch zu verzichten, um dem Leid von Jesus zu huldigen und isst Fisch. Natürlich leuchtet den meisten dabei nicht einmal ein, dass auch ein Fisch aus Fleisch und Blut ist und ergo somit auch am Karfreitag nichts auf dem Teller zu suchen hat. Diese Heuchelei ist nicht einmal ansatzweise gut durchdacht!

Jesus und das letzte gerettete Lamm, wer kennt dieses Bild nicht?! Und ausgerechnet Lämmer, werden an dem heiligen Kirchenfest gefoltert, geschlagen, getreten und gemeuchelt. Das ist eine schallende Ohrfeige in das Gesicht Gottes und seines gesandten Sohnes, der auf die Erde kam, um dem Meschen die Liebe und das Mitgefühl für alle Geschöpfe mit auf den Weg zu geben.

Es ist eine Perversion, dass wir gerade an den sogenannt christlichen und heiligen Feiertagen, Tiere noch vermehrt und noch rücksichtsloser aufs Schafott führen, als sonst schon das ganze Jahr hindurch.
Während lebendige Babylämmer um ihr Leben schreien, schenken wir dem Enkel ein Lämmchen aus Plüsch, mit dem es sich abends in den Schlaf kuschelt, nichts ahnend über die Grausamkeiten, die von der Erwachsenwelt gekonnt vertuscht werden.
Unser Traditionsverhalten ist nicht nur ein moralisches Verbrechen an den Tieren, sondern auch an unseren Kindern!

«Gott schenkte uns die Tiere, damit wir sie essen können», diese Sätze kommen aus dem Mund von gläubigen Christen, die sich hinter solchen Schutzargumenten verstecken und sich auf der sicheren Seite fühlen, wenn man ihnen das Leid der Tiere näher bringen will. Jenen Menschen, darf man ruhig mal folgendes Szenario zum überdenken geben:
Gott und der Teufel sind zusammen mit einem Lämmchen in einem Raum. Wer von den beiden würde dem Lamm die Kehle durchschneiden? Gott oder der Teufel?

Gott erschuf die wundervollsten Geschöpfe, an Vielfalt und Perfektion nicht zu übertreffen.
Fühlende Wesen, die lieben, die Freude zeigen, die ihre Kinder schützen und pflegen so wie wir. Glauben wir tatsächlich, dass dieser Gott darüber glücklich ist, dass wir seine in Liebe erschaffenen Tiere versklaven, verstümmeln, morden und in Stücke hacken?

Was der Mensch den Tieren antut hat weder mit Gott noch mit Christsein irgend etwas zu tun. Was diabolisch ist wird auch durch unsere Kirchentraditionen nicht heiliger!


Text by: Bea Kälin

Eierindustrie